Die AWO betreibt den Ferienplatz in
Horn am Bodensee schon
viele Jahrzehnte. Es handelt sich um das erste Grundstück der
Arbeiterwohlfahrt
Südbaden aus dem Jahr 1945.
Am 31.03.1979 wurde der AWO-Freiburg
vom Bezirksverband, im
Rahmen eines Betriebsträgervertrages, die wirtschaftliche
Führung und Nutzung
des Platzes übertragen.
Eigentümer ist nach wie vor die
AWO-Baden (Bezirksverband).
Im Rahmen eines Umlegungsverfahrens im
Jahr 1984 wurde der
ursprünglich direkt am See gelegene Platz gegen den heutigen Platz
getauscht.
Die Ferienanlage Horn liegt seither weiter weg vom See und ist umringt vom gemeindeeigenen Campingplatz, mit dem es
seit vielen Jahren eine sehr gute Kooperation gibt. In diese Zeit
fällt auch
der behindertengerechte Umbau des Hauses.
Zum 01.01.2008 erfolgt die Übernahme der
Verwaltung an den Kreisverband Konstanz e.V.
Auf diesem Gelände haben ungezählte AWO-Freizeiten, aber auch
Freizeiten von Schulen, anderen Vereinen oder Privatpersonen
stattgefunden.
Wer hat noch Bilder und Geschichten von früher ?
Wir würden uns sehr über Zusendungen freuen !!!!!
Hier ein paar Geschichten:
30.10.09,
Hier eine Geschichte zum AWO Zeltplatz in Horn:
Mein Name ist Ralf Schätzlein und ich war in den Jahren 1980-1982
als Kind/Jugendlicher zu Gast auf diesem Zeltplatz.Im ersten Jahr stand
noch das Gemeinschaftzelt in der Mitte des Geländes in dem auch
gegessen wurde.Das Haus bestand aus der Küche ( aus der das Essen
von uns abgeholt wurde) und dem Sanitärbereich. Später wurde
das Haus dann renoviert und das große Gemeinschaftzelt hatte
ausgedient.Für mich war es der erste Urlaub ohne meine Eltern (
ich kam aus Freiburg ) und es war eine wirklich unvergessliche Zeit
für mich. Lagerhochzeiten, grillen am Wasserturm,
Nachtwanderungen, baden im Bodensee, Schiffahrt nach Stein am Rhein und
auch etwas Heimweh waren eine tolle Mischung für eine schöne
Zeit. Vielen Dank dafür.
Bericht von Heinz
Böcherer:
1947 fanden die ersten Freizeiten der AWO in Horn statt. Damals gab es
das Essen noch auf Essensmarken.
Heinz Böcherer war schon als 10jähriger 1956 als Ferienkind
in Horn. Er war Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes
Emmendingen von 1973 bis 2003 .
Er erinnert sich:

„Damals
stand noch kein Haus. Wir schliefen auf Strohsäcken und wo heute
das Haus steht waren damals 2 „Häuser mit Herz“
gestanden, die Clos für die gesamte Kinderschar: 250 Kinder aus
ganz Bad den ! Da war die Schlange davor oft ganz schön lang. Man
konnte es richtig plumpsen hören, wenn einer auf dem Clo war. Die
Geschäftsführer der AWO mussten technischen Dienst machen,
das bedeutete z.B. das Petroleum in den Lampen auffüllen. Das Haus
wurde dann in den 60er gebaut. Die damalige Vorsitzende war Martha
Schanzenbach. Ihr Schwiegersohn war Major bei der Bundeswehr und war
auch einmall Leiter der Freizeit. Er brachte es fertig, dass die
Bundeswehr eine Übung in Horn abhielt und so stand er in Badehosen
am Strand und dirigierte die Hubschrauber, die Material einflogen, die
für die Freizeit benötigt wurden.“
1971 kam die Freizeit in die Presse: der SÜDKURIIER berichtete,
dass man bei der AWO noch ausschliesslich mit sogenannten
„Primärgruppen“ arbeitete. d.h. die Teilnehmer wurden
einem bestimmten Betreuer zugeordnet, der die gesamte Freizeit für
die Kinder gestaltete. Daraufhin wurde Heinz Böcherer, der bei den
Falken Ferienlager-Erfahrungen gesammelt hatte, gebeten, die Freizeit
zu leiten. Er führte dann die „Neigungsgruppen“ ein:
„ Es kamen dann Busse aus ganz Baden an. Die Betreuer hatten sich
vorher nicht gekannt. Trotzdem ging alles gut. Wir hatten mitten auf
dem Platz eine große Holzwand, auf der dann immer das
Tagesprogramm stand, oft bis zu 18 verschiedene Aktivitäten wie
„Radiomachen“, Fotolabor, Zeitungsgruppe usw. Der
SÜDKURIER und der Rundfunk kam auch vorbei und berichtete sehr
positiv und damit war der Ruf der AWO wieder gerettet. Wir
organisierten auch ein „Aussenlager“ in Bohlingen. Dorthin
konnte jeweils eine kleine Gruppe für 3 Tage gehen und dort dann
übernachten. Wir hatten ein riesiges Zelt zum essen und so, 2
Motorboote und weitere Boote zur Verfügung“
Das Foto zeigt das AWO-Gelände Anfang der 60er Jahre. Der
Campingplatz war damals noch nicht gebaut. Dies geschah erst in den
70er Jahren.
Treffen des Bezirksjugendwerkes der AWO Baden
Das Treffen des Bezirksjugendwerkes der AWO Baden fand im Jahr 1982 auf
dem Zeltplatz in Horn statt.
Das Treffen, das jährlich - mit wechselndem Veranstaltungsort -
stattfand, sollte Jugendwerklern und Ferienhelfern ermöglichen,
Kontakte zu pflegen und neue zu knöpfen. Die Diskussion aktueller
Themen war ein weiterer Schwerpunkt auf dem Treffen des
Bezirksjugendwerkes; hier ging es einmal um die Situation
ausländischer Jugendlicher. Eine türkischen Folkloregruppe
aus dem Kreisverband Konstanz trat dabei auf.
Von sehr interessierten Teilnehmern war auch die Arbeitsgruppe
Umweltsituation am Bodensee besucht, bei der zwei Referenten u. a. von
den negativen Auswirkungen der Aachumleitung und des
Pflanzenschutzmittels Endrin ( das inzwischen auch verboten wurde)
berichteten. Die Referenten machten an mehreren Beispielen deutlich,
wie groß die Mühen sind, umweltschädliche Projekte
aufzuhalten und wie weit die Ignoranz von Politikern auf diesem Gebiet
gehen kann.
Bei dem Treffen waren auch die Ergebnisse von zwei Lehrgängen des
Bezirksjugendwerkes zu sehen, die sich mit Maskenbau und Maskenspiel
beschäftigten.